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BASEBALL WM

Regensburg 090909

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„Where do you come from?“ – People around the Field at the Worldcup

„Where do you come from?“ – People around the Field at the Worldcup

Wenn Österreicher für die Piefkes jubeln

Am 20. Januar orderten die gut 40 Baseball-Narrischen aus Attnang-Puchheim in Oberösterreich ihre Tickets. „Wenn die WM schon in Reichweite ist, dann kann man sich das einfach nicht entgehen lassen“, meinen Alex, René und Martin. Daheim im Salzkammergut haben sie auch ein kleines schmuckes Stadion. „Aber das Regensburger ist ja jetzt fast wie ein Minor-League-Stadion.“ Normalerweise hegen die Österreicher ja gern ihre Hass-Liebe zu den Piefkes. Aber am Freitagabend war ganz klar, wem sie die Daumen drücken: „Heute halten wir natürlich zu Deutschen. Die Amis haben gegen Venezuela gezeigt, dass sie auch verlieren können...“

„Long walk Home: Wilhelmshaven – Regensburg - Afghanistan“

Seit Dienstag bereits sind Dice, Hässju, Bones und Curlie mit ihren „Cap-Kühlerfiguren“ in Regensburg und campen auf dem Azur-Campingplatz. „Irgendwie haben wir nicht geschnallt, dass es gleich beim Stadion eine Campingmöglichkeit gibt, aber egal. Viel wichtiger war uns, dass wir für alle Spiele Tickets mit super Plätzen ergattern – und das haben wir schon am ersten oder zweiten Tag des Onlineshops getan. Mit dem Pressestab würden die vier jede Wette eingehen, dass sie die weiteste Anreise innerhalb Deutschlands hatten, denn sie sind aus dem 780 km entfernten Wilhelmshaven mit dem Auto nach Regensburg gefahren. „Das war wie ein long walk home, denn in diesen Tagen ist die WM-Stadt zur Heimat geworden, als Fan muss man bei so einem Ereignis einfach dabei sein!“ Außerdem, so erzählen sie drei, sind die Freunde von Tim Henkenjohann, dem Startingpitcher der Partie USA – Deutschland. Als sie alle noch Jungs waren und sich bereits mit dem Baseballvirus infiziert hatten, überredeten sie Papa Henkenjohann, Sohnemann doch statt Tennis lieber den US-Nationalsport spielen zu lassen. Zum Glück hörte der Papa damals auf die Freunde.

Ein bisschen schade finden die drei übrigens, dass nach vier Tagen mit der Vorrunde in diesem tollen Stadion schon wieder alles vorbei ist. „Die Zwischenrunde hätte man auch noch neben Italien und Holland in Deutschland ausspielen können. Jetzt fahren wir am Sonntag wieder gen Norden.“Der vierte Freund im Bunde der Wilhelmshavener, Bones genannt, wir dann aber nicht mit dabei sein. Er nutzt die Baseball-WM sozusagen als „Take-out“, denn er bereitet sich seit Wochen bei seiner Bundeswehrkompanie in einem anstrengenden Lehrgang auf einen besonderen Einsatz vor: Anfang November geht es für knapp fünf Monate nach Afghanistan.

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