Deutschland schl√§gt China 14:1
Alles war perfekt vorbereitet. Das Spielfeld in optimalem Zustand, die Ränge bereits zu Spielbeginn gut gefüllt und IBAF-Vizepräsident Martin Miller hatte das Turnier mit dem "First Pitch" offiziell eröffnet. Die mit Spannung erwartete Partie zwischen Gastgeber Deutschland und Team China konnte beginnen.
Am Vormittag hatte Coach Frady seine Truppe im Meeting nochmals die große Chance aufgezeigt, die ein Sieg gegen China mit sich bringen würde. Entsprechend hochmotiviert und absolut konzentriert gingen die Deutschen zu Werke. Die Defensive, angeführt von den deutschen Pitchern, ließ gegen die chinesischen Batter bis zum Schluss wenig Zählbares zu. Dominik Wulfs Homerun im Auftaktinning hingegen bedeutete den Startschuss für ein deutsches Offensivfeuerwerk. Weite Hits, gepaart mit defensiven Schwächen brachten die deutsche Equipe schnell deutlich in Front. Diese klare Führung erlaubte es dem Coach unter anderem, viele seiner Reservespieler in die Partie zu bringen. Der hochverdiente Sieg, bei dem offensiv vor allem Dominik Wulf hervorstach, bescherte der Frady-Truppe den erhofften Auftakt in das Turnier.
Deutschland Nummer Eins Enorbel Marquez startete ungewohnterweise mit einem Walk gegen den chinesischen Leadoff, ein Double Play und ein Groundout beendeten die erste chinesische Schlagchance jedoch ohne weitere Mühe. Chinas Headcoach Yue-Jun Li schenkte seinerseits "Submariner" Shuai Li das Vetrauen. Der Werfer mit der Rückennummer 27 begann stark, die ersten beiden Batter schickte er per Strikeout zurück auf die Bank. Das Inning schien bereits beendet, als Dominik Wulf mit einem satten Linedrive über den Leftfieldzaun Deutschland mit 1:0 in Front brachte.
In den folgenden Innings dominierte der deutsche Linkshänder die chinesischen Batter fast nach Belieben. Chinas Battern hatten mit Marquez´ Wurfvarianten sichtlich Probleme, nur vereinzelt gelangen ihnen Basehits. Seine chinesischen Gegenüber hatten hingegen hatte weitaus mehr Probleme. Im dritten Inning nahm das „Projekt Zwischenrunde“ aus deutscher Sicht sichtlich Fahrt auf. Zunächst brachte Deutschland, begünstigt durch zwei Feldspielfehler, Dominik Wulf in aussichtsreiche Position. Anschließend war es ein Single von Ludwig Glaser, das den Weg für die nächsten Runs bereitete. Auf Kai Gronauers Double und Simon Gührings Groundball markierten Wulf und Glaser die Punkte zum zwischenzeitlichen 3:0. Weitere Basehits von Rodney Gessmann und Andreas Janzen schraubten die deutsche Führung blitzschnell gar auf 6:0 in die Höhe und versetzten die 5.300 Zuschauer so in Ekstase.
Mit Andy Janzens Single war der Auftritt des chinesischen Startes Li beendet, für ihn kam der erst 15-jährige Linkshänder Feng Chen. Doch die deutsche Hitserie hielt an: Zwei weitere Punkte kamen über die Platte, ehe China das Horror-Inning endlich beenden konnte. Mit der komfortablen Führung in Rücken nahm Coach Frady nun gleich mehrere Wechsel vor. Robert Gruber ersetzte Simon Gühring, Marvin Appiah wurde gegen den linkshändigen Werfer für Michael Franke eingewechselt und wenig später kam auch noch Philipp Howard für Jendrick Speer. Sascha Lutz scorte im fünften Durchgang das 9:0, Sekunden später erzielte Philipp Howard gar das 10:0. Die chinesiche Defensive stand in der gesamten Partie alles andere als sicher. Der junge Chen und seine Werfer-Kollegen mühten sich redlich, erhielten von ihren Feldspielern jedoch kaum Unterstützung.
Möglicherweise waren es die langen Inningpausen, die Enorbel Marquez etwas aus dem Rhythmus brachten, in jedem Fall schien der Solinger Lefty im sechsten Durchgang ermüdet. Zu dieser Einschätzung dürfte auch der deutsche Coach gekommen sein. Nach dem ersten Run der Chinesen beorderte der deutsche Coach einen frischen Werfer auf dem Mound. Philipp Hoffschild ersetzte Marquez, der das Inning prompt mit einem Strikeout gegen Jian-Tao Wang beendete. Vier weitere Runs für Deutschland, drei davon durch Dominik Wulfs Double, besiegelten die chinesische Niederlage in der unteren Häfte des sechsten Inning dann endgültig. Weil Hoffschild und Nils Hartkopf auf dem Mound nichts mehr anbrennen ließen, griff im siebten Inning beim Spielstand von 14:1 die Ten-Run-Rule, die das Duell vorzeitig beendete.
Im Vorfeld war nicht klar, was von den Chinas Baseballern zu erwarten war, mit einem derart deutlichen Sieg h√§tten jedoch wohl die wenigsten gerechnet. Den Deutschen wird es egal sein, durch den Erfolg steht Team Germany bereits mit einem Beim in der n√§chsten Runde.
| Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| China | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 5 | 4 | ||||
| Deutschland | 1 | 0 | 7 | 0 | 2 | 4 | X | 14 | 14 | 1 | ||||
| Win:Enorbel Marquez-Ramirez Save:- Loss:Shuai Li | ||||||||||||||
| Dauer:2:44h Zuschauer:5.300 Weitere Informationen:Boxscore | Liveticker | Bildergalerie | Video | ||||||||||||||