Traum von Zwischenrunde geplatzt
Der Traum von der Zwischenrunde ist ausgeträumt. Mit 12:1 unterlag Deutschland im letzten Vorrundenspiel dem Team aus Lateinamerika. Weil Team Venezuela am Ende noch mal richtig aufdrehte, wurde das Spiel nach acht Innings durch die Ten-Run-Rule beendet. Damit reichte es für unsere Jungs am Ende trotz viel versprechendem Turnierbeginn nicht, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
6.900 Zuschauer waren in die Armin-Wolf-Arena gekommen, um die deutsche Mannschaft in die Zwischenrunde zu brüllen. Für die Frady-Truppe war in der WM-Gruppe E bei der Partie gegen Venezuela zwischen Platz eins und drei noch alles drin. Die jeweiligen Gruppenersten – zweiten sind direkt für die Zwischenrunden in den Niederlanden und in Italien qualifiziert. Weil aber nur vier der fünf Gruppendritten in die nächste Runde einziehen können, und als Tiebreaker dabei die zugelassene Runs herangezogen werden, war die Vorgabe für Team Germany klar: Bei einer Niederlage möglichst wenige Gegenpunkte kassieren.
Bei den Venezolanern gab es zwei Änderungen in der Line Up. An Second Base begann Edgar Bruzual für Billy Rojo. Der offensiv glänzend aufgelegte Catcher Yosnel Garcia bekam eine Auszeit. Für ihn startete Ruben Cabrera hinter der Platte. Bundestrainer Greg Frady bot mit Rober Gruber einen neuen Rightfielder auf. Außerdem kam der gestern eingewechselte Shortstop Octavio Medina diesmal von Beginn an zum Zug.
In der oberen Hälfte des zweiten Innings kam das erste Mal Bewegung auf das Scoreboard. Das Vorhaben möglichst wenig Punkte zu kassieren, drohte schon jetzt zu scheitern. Nach dem ersten Hit des Spiels, einem missglückten Double Play Versuch und einem Walk waren die Bases für Venezuela geladen. Edgar Bruzual und Dirimo Chavez mit seinem 2-Run-Double ins Leftfield sorgten für die Führung. Wenig später erhöhte Bruzual auf 4:0.
Das deutsche Team konnte zwar seinerseits mit einem Double durch Kai Gronauer kontern, jedoch kein Kapital daraus schlagen. Die Südamerikaner hingegen legten durch einen Solo Homerun von Luis Landaeta nach. Frady reagierte sogleich und brachte mit dem Paderborner Eugen Heilmann einen neuen Pitcher. Bevor dieser den Durchgang beenden konnte, musste die Defense allerdings noch einen weiteren Run durch Wuilliams Vazquez hinnehmen. Spätestens jetzt begannen die Fans zu zittern. Bereits vor der Partie war klar, dass man nicht mehr als neun Punkte zulassen darf um sicher als Gruppendritter weiter zu kommen.
In der Folge kamen die Hausherren immer wieder zu guten Möglichkeiten, jedoch sprang dabei zuächst nichts zählbares heraus. So verhinderte unter anderem Second Baseman Bruzual mit einem sehenswerten Diving Catch gegen Ludwig Glasers satten Schlag den ersten Run. Im sechsten Durchgang gelang es den Schwarz-Rot-Goldnen dann doch endlich zu punkten. USA-Profi Gronauer eröffnete den sechsten Spielabschnitt mit seinem zweiten Hit des Tages. Dies veranlasste Ernesto Espinoza seinen Werfer zu wechseln. Luis Torres ersetzte Perdomo. Mit einem Walk gegen Medina lud er sich die Bases und ließ dann nach einem Schlag von Sascha Lutz Mitch Franke die Homeplate überqueren.
An der Tatsache dass man nur noch fünf Runs vom Turnier-KO entfernt war, änderte dies jedoch nichts. Umso ärgerlicher war es, dass bereits im Gegenzug Michael Sandoval mit seinem Homerun den alten Abstand wieder herstellte. Der neue Spielstand lautete 1:7. Somit trennte das Team von Greg Frady noch vier Punkte vom vorzeitigen Aus.
Es brach das achte Inning heran. Sechs Aus trennte Deutschland von der Zwischenrunde. Aber es kam anders. Nach einem Walk, drei Hits und einem Run musste Eugen Heilmann nach einer soliden Vorstellung das Feld räumen. Für ihn kam der Regensburger Rodney Gessmann. Das Unheil nahm nun seinen Lauf. Die Truppe von Jose Lobaton konnte noch vier weitere Punkte erzielen und schraubte das Ergebnis auf 12:1. Geschockt von diesem Inning gelang es dem deutschen Team in der Offensive nicht mehr nachzulegen. Somit wurde das Spiel aufgrund der Ten-Run-Rule vorzeitig beendet.
Mit diesem Ergebnis heißt es für Deutschland die Koffer packen. Leider geht die Reise aber nicht wie erhofft nach Holland oder Italien, sondern für jeden einzelnen zurück nach Hause. Weil das Deutsche Team im Vergleich mit den anderen Gruppendritten zu viele Gegenpunkte kassierte, bleibt das Heimteam als schlechtester Gruppendritter außen vor. Stattdessen qualifizierte sich Großbritannien als schlechtester der Gruppendritten für die nächste Runde. Die Briten erwartet zum Auftakt ein hartes Los. Sie treffen in Haarlem auf die starke kubanische Mannschaft.
Aus den anderen Gruppen schaffte Spanien als bester Gruppendritter den Sprung in die n√§chste Runde. Dort treffen sie am Sonntag um 20 Uhr auf Puerto Rico. Auch Taiwan stand bereits w√§hrend der Partie als zweitbester Qualifikant fest. Sie reisen nach Italien, wo sie sich in Florenz (20 Uhr) mit Italien messen werden.
Der Dritte der Dritten, Südkorea, trifft bereits um 15 Uhr auf die Niederlande. Diese Partie findet in Amsterdam statt.
| Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Venezuela | 0 | 4 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 5 | 12 | 11 | 0 | |||
| Deutschland | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 7 | 2 | |||
| Win:Orlando Perdomo Save:- Loss:André Hughes | ||||||||||||||
| Dauer:2:52h Zuschauer:6.900 Weitere Informationen:Boxscore | Liveticker | Bildergalerie | Video | ||||||||||||||